fuir ... walk away ... ein Ziel ...

Tja alles begann als ich ungefähr 15 war und eines Tages nach Jahrenw wieder auf die Waage stieg. Bei einer Körpergröße von etwa 170 wog ich 69 Kilo. Das klingt nicht fürchterlich schlimm , war es aber für mich. Mit 15 begann ich also "anormal" zu essen und mich mit meinem Körper auseinanderzusetzen. ich nahm dann ungefähr auf 64 Kilo ab, die ich aber nicht lange hielt. So wog ich im Sommer 2006 mit 16 Jahren erneut 69 Kilo und nahm mit "Dinner Cancelling" (ohne das mir diese Diätform bekannt war) auf 64 Kilo ab. Ich war optimistisch, hatte ein relativ gesundes Körpergefühl, kannte KEINE Kalorien und hatte keine sozialen Veränderungen etc, da ich mir des Abnehmens gar nicht SO bewusst war, außer,dass ich öfter versuchte, mich zum Sport zu zwingen (ich bin ein Sportmuffel ;-)). Ich bin dann im September 2006 für 5 Monate nach Amerika zum Schüleraustausch und dort begann meine wahre Leidensgeschichte und Krankheit, die bis heute anhält. Obwohl ich eine WUNDERBARE und liebevolle Gastfamilie hatte, die für mich meine 2. Familie wurde und ich dort seit langer Zeit und viel Mobbing in meiner alten Klasse zum ersten Mal wirklich GLÜCKLICH war, hab ich Langweile angefangen, mit essen zu kompensieren, ebenso wie Einsamkeit oder Angst. Tja, das ganze wurde mit der Zeit zu einem Zwang. Ich hab unendlich viel Sport gemacht und mein Gewicht schwankte von 60 bis 70 Kilo. Jedoch wurde mein Bewusstsein IMMER schlimmer. Ich fing an NUR noch über mein Gewicht naczudenken und davon zu sprechen. Gleichzeitig fing ich an tausende Kalorien heimlich in meinem Zimmer zu "fressen". Ich nahm zu und zu und setzte mich unter Druck, versuchte nichts zu essen, fraß wieder und so ging es weiter und weiter. Als ich dann im Februar nach Hause kam, wog ich zu meiner GROßEN überraschung nur 69 Kilo (ob das an einem guten Stoffwechsel, den Hungertagen oder am Sport lag weiß ich nicht, es war auf jeden fall VIEL GLÜCK). Ich versuchte dann abzunehmen. Tja, wie es so ist, beginnt man immer und immer weniger zu essen. SO im April aß ich nur noch an die 500 kcal pro Tag und wog ungefähr 60 Kilo. ich fühlte mich trotzdem und trotz aller Komplimente extrem unwohl und setzte mir das kranke Ziel von 53 kilogramm. Ich bekam meine Regel nicht mhr, meine Haare begannen auszufallen, ich machte viel viel viel Sport. Im Mai ungefähr wusste ich, es ging so nicht weiter, ich bekam Fressattacken auf Grund meines Nährstoffmangels. Ich fing an Kalorien zu zählen (im durchschnitt 1500 pro Tag) und auf eine PENIBEL genaue Nährstoffverteilung zu achten. Ich nahm ab auf 55.9 Kilo und fühlte mich immer noch leicht zu dick (acuh wenn es das erste Mal war, dass ich öffentlich ins Freibad ging und mich wohlfühlte). Ich bin dann in den Urlaub gefahren, 3 wochen soziale Arbeit im Sommer und dann war es vorbei. Ich brach das ganze nach 2 Wochen ab, weil ich von fressattacken geplagt wurde und mich schrecklich dick und übergewichtig fühlte. Ich war eindeutig essgestört. Durch essattacken nahm ich auf c 58 zu und meine Gewicht begann von 57-59 zu schwanken. ich verscuhte immer wieder meine Kalorien zu zählen, auf die Nährstoffverteilung zu achten, aber es wollte nicht klappen. An Weihnachten wog ich bereits 60 Kilo. dieses Gewicht hielt ich mit Schwankungen hoch richtung 62 bis zum Sommer, immer wieder heimgesucht jede Woche von extremen Fressattacken , die an die 5000 kcal beinhalteten. Ich hatet im Sommer dann die "tolle" idee ich könne einfach wieder das Essen einschränken um auf die 58 u kommen. Tja, das war es dann. Jeden 2. Tag hatte ich fressattacken von ungefähr 6000 kcal und den Tag darauf ass ich fast nichts oder die Attacke wiederholte sich. Psychisch war ich AM ENDE und ich verstand mich NICHT mehr mit meinen Eltern, kapselte mich KOMPLETT von meinen freunden ab und begann mich schrecklich zu schämen. Ich nahm innerhalb von 3 wochen an die 10 kilo zu. So ging es den ganzen August und September. Im Oktober ging ich dann zum ersten Mal zu einer Beratungsstelle, wo ich seit dem bin und alle 3 Wochen eine Sitzung habe (leider ist das ganze auf 12 Sitzungen beschränkt). Ich habe die GROßE HOFFNUNG, dass ich den Kampf besiege. EIn bisschen weiter gekommen bin ich. Ich halte mein Gewicht ungeföhr seit dem, ich habe wieder ein Privatleben, meine Beziehungen werden wiederbesser zu Freunden und Familie und besonders ICH HABE NICHT MEHR JEDEN 2. TAG ATTACKEN... Ich bin jetzt bereit, für mich und MEIN LEBEN zu kämpfen. Ich BIN UND WAR immer glücklich und ich weiß inzwischen, dass ich NICHT dick bin und selbst wenn? Na UND? Ich muss mich NICHT für mein LEBEN und meinen KÖRPER SCHÄMEN; DENN SO BIN ICH NUN MAL! Alles an mir ist ein Teil von mir , auch meine Röllchen ;-) Dieser Blog soll mir helfen, langsam mit Unterstptzung zu einem normalen Essverhalten zurückkehren zu können und gleichzeitig anderen Menschren und betroffenen zeigen,dass sie NICHT allein sind, egal was behaupttet wird. BINGE EATING IST EINE ERNSTZUNEHMENDE KRANKHEIT. Ich bin ja der Magersucht gerade noch von der Schippe gesprungen und habe nun Binge Eating. Das zeigt, die Verknüpfung der Essstörungen und dass KEINE gegenüber der anderen weniger ernst genommen werden sollte.